Aktuelle Tipps zur Baufinanzierung

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Nie war das Geld am Kapitalmarkt so günstig wie momentan. Auf Grund des niedrigen Zinsniveaus ergeben sich gerade bei der Verwirklichung der eignen 4 Wände völlig neue Möglichkeiten. Wir haben einige Tipps zur Baufinazierung zusammengetragen auf die Sie achten sollten. Lassen Sie sich nicht nur vom Zinssatz leiten. Das billigste ist nicht immer das günstigste Angebot.

 

Als Baufinanzierung wird derjenige Teilbereich bezeichnet, der als Baudarlehen bei einer Bank oder Sparkasse auf dem gewerblichen Kreditmarkt aufgenommen wird. Auf der Einnahmeseite werden für die Baufinanzierung zunächst zusammengefasst:

 

• das Eigenkapital
• die Eigenleistung
• nicht rückzahlbare öffentliche Fördergelder

 

Bausumme ist die Summe aller im direkten sowie mittelbaren Zusammenhang mit dem Neubau stehenden Ausgaben. Die Differenz zwischen Bausumme und den Einnahmen, also die Finanzierungslücke, wird durch das Baudarlehen als die Baufinanzierung geschlossen. Dabei handelt es sich meistens um ein langfristiges Annuitätsdarlehen im sechsstelligen Eurobereich. Es wird in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten, zuzüglich der sogenannten Bauzinsen, zurückgezahlt. Der Bauherr kann bei Beachtung einiger aktueller Tipps seine Baufinanzierung so günstig gestalten, dass sich bis zum Ende durchaus ein fünfstelliger Eurobetrag einsparen lässt.

 

• In der momentanen Niedrigzinsphase sollte die Baufinanzierung besser heute als morgen begonnen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bauzinsen wieder deutlich ansteigen.

 

• Der aktuell niedrige Effektivzinssatz sollte dazu genutzt werden, um den Anteil der Tilgung um ein, zwei Prozentpunkte zu erhöhen. Niedrigzinsen und der übliche Tilgungsanteil von einem Prozent reduzieren einerseits den monatlichen Schuldendienst. Andererseits ist es geradezu ein Muss, die Chance zu nutzen, um mit einer höheren Tilgung die Baufinanzierung um mehrere Jahre früher zu beenden.

 

• Abgesehen von einer notwendigen Finanzierungsreserve ist es angebracht, das gesamte Ersparte als Eigenkapital einzubringen. Die Habenzinsen für Sparguthaben sind noch niedriger als die derzeit ebenfalls niedrigen Sollzinsen für das Baudarlehen. Je geringer die Baufinanzierung ist, umso früher ist sie mit einer erhöhten Tilgung abgeschlossen, und desto schneller wird der Bauherr vom Immobilienbesitzer zum Hauseigentümer.

 

• Bei den derzeit niedrigen Bauzinsen lohnt sich eine möglichst langfristige erste Zinsbindung. Selbst wenn sich dadurch der Zinssatz erhöht, so bleibt er immer noch sehr günstig. Auf diese Weise erreicht der Bauherr eine absolut sichere Finanzierung für die kommenden zehn, fünfzehn Jahre. Erst danach folgt eine zweite Zinsbindungsphase.

 

• Darlehensvertrag und Zinsbindungsfrist werden zwar in ein und demselben Baufinanzierungsvertrag zusammengefasst, sind jedoch getrennt zu sehen. Der Darlehensnehmer sollte sich die jederzeitige vertragliche Möglichkeit zu kostenlosen Sondertilgungen vorbehalten. Zehn oder fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit, in der buchstäblich viel geschehen kann.

 

• Eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung muss klar und zweifelsfrei im Darlehensvertrag definiert sein. Der Bauherr muss wissen, dass im Zweifel bei Kannbestimmungen oder bei Konjunktivformulierungen der Darlehensgeber den Vertrag immer zu seinen Gunsten interpretieren wird. Was im Vertrag steht, muss eindeutig sein; oder umgekehrt, was nicht im Vertrag steht, das kann auch nicht Gegenstand von Unstimmigkeiten sein.

 

• Auf eine mögliche „Abtretungsklausel“ muss besonders geachtet werden. Sie hat zum Inhalt, dass der Darlehensgeber den Anspruch aus der Baufinanzierung abtreten, also verkaufen kann. Das muss entweder definitiv ausgeklammert werden, oder darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Bauherrn möglich sein. Ansonsten läuft der Darlehensnehmer Gefahr, im doppelten Sinne verkauft zu werden.

 

• Die Baufinanzierung kostet mit den Darlehenszinsen ab dem Moment Geld, in dem das Baudarlehen ratenweise ausgezahlt wird. Hier lohnt sich ein punktgenaues Timing, um Zinsen nicht dafür zu bezahlen, dass die abgerufene Summe ohne sofortige Verwendung auf das Girokonto umgebucht wird. Dort gibt es keine Habenzinsen, während umgekehrt Sollzinsen berechnet werden.

 

Mit diesen und noch einigen weiteren Tipps lässt sich bei der Baufinanzierung bares Geld sparen. Das merkt der Bauherr dadurch, dass weniger Ausgaben anfallen und somit mehr Geld auf seinem Girokonto bleibt.