Sinn und Zweck einer Umschuldung im privaten Bereich ist es, mehrere oder eine Vielzahl an verschiedenen, oftmals kleineren Verbindlichkeiten zu einem einzigen neuen Kredit oder Darlehen zusammenzufassen. In den meisten Fällen wird mit der Umschuldung auf Anhieb Geld gespart. Erfahrungsgemäß ist eine neue Kreditaufnahme im Ergebnis deutlich günstiger als die bisherigen Schulden mit ihren unterschiedlichen Zins- und Zahlungskonditionen.
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Worauf bei der Umschuldung geachtet werden sollte
Eine Umschuldung bietet sich spätestens dann an, wenn erkennbar ist, dass sich die bestehende Schuldenlast dauerhaft nicht verringern lässt. Die monatlich regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen für verschiedenartige Kleinkredite und Verbindlichkeiten lassen sich nicht reduzieren, sondern steigen durch die Kreditzinsen. Der Dispo-Kredit, ein Raten- oder Rahmenkredit, der Kredit auf dem Kreditkartenkonto sowie andere Verbindlichkeiten im Versand- und Onlinehandel addieren sich unterm Strich zu einer Gesamtsumme, die eher steigt als sinkt.
Die Zahlungen werden im Wochenrhythmus an unterschiedlichen Terminen fällig, zu denen das notwendige Guthaben auf dem Girokonto verfügbar sein muss. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist eine Umschuldung. Sie bringt auf Anhieb in jeder Hinsicht eine spürbare Erleichterung.
Zukünftig wird monatlich eine einzige Kreditzahlung fällig. Sie kann zeitlich so terminiert werden, dass das Girokonto immer einen Habensaldo aufweist. Der Effektivzinssatz für den Umschuldungskredit ist auf jeden Fall deutlich günstiger als die Zinsen für den Dispo- und für den Kreditkartenkredit, aber auch für die kleineren Kredite im Versandhandel. Für den Kreditnehmer geht es nach der Umschuldung im wahrsten Sinne des Wortes aufwärts. Mit jeder Monatszahlung wird der Umschuldungskredit getilgt. Durch den günstigen Zinssatz, insbesondere während der momentanen Niedrigzinsphase, lässt sich monatlich ein mindestens zweistelliger Eurobetrag einsparen. Das Geld bleibt auf dem Girokonto und kann anderweitig verwendet werden.
In vielen Fällen ist die Umschuldung mit einem Wechsel hin zu einem anderen Kreditinstitut verbunden. Der Betroffene muss eine Bank oder Sparkasse suchen, die aufgrund seiner finanziellen Situation und der schwachen Bonität eine Umschuldung buchstäblich mitträgt. An der Umschuldung selbst ist der Kontoinhaber nicht beteiligt. Die Verbindlichkeiten werden durch Überweisungen direkt von Kreditinstitut zu Kreditinstitut abgelöst. Im Ergebnis verbleibt ein einziges Kreditkonto beim neuen Kreditinstitut über den dort aufgenommenen Umschuldungskredit. Der Kreditnehmer muss jetzt selbst darauf achten, dass alle bisherigen Verbindlichkeiten in der Datenbank der privaten Wirtschaftsauskunftei Schufa gelöscht werden.
Gleichzeitig wird der neue Umschuldungskredit als Information in die Schufa eingetragen. Die ist zur Aktualisierung ihrer Datenbank verpflichtet. Um dieser Pflicht nachzukommen, muss die Schufa die dafür notwendigen Informationen der Gläubiger erhalten. Das ist erfahrungsgemäß nach einigen Wochen erledigt und sollte abschließend durch eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft nachgeprüft werden, auf die jeder Bürger einmal jährlich einen rechtlichen Anspruch hat.